đź§° Inlay-Scanner

Impressum

Was hier kalibriert wird

Ein Laser schneidet keine Linie, sondern eine Fuge. Wie breit sie ist, hängt an Material, Dicke und Linse — und sie ist der Unterschied zwischen einer Tasche, in die ein Werkzeug sauber hineingeht, und einer, in die es nur mit Gewalt geht. Dieselben drei Größen bestimmen auch das Spiel, das ein Schaum braucht.

Jede Kombination wird einmal eingemessen und gilt dann für alle Teile aus diesem Material. Eine fehlende Kombination hält nichts auf: das Inlay wird mit dem Platzhalterwert gerechnet und trägt das im Dateikopf. Nur ist es dann eben geschätzt.

Stand

Wird geladen …

MaterialDickeLinse BelegSchnittfuge MaĂźstabStand

Weg 1 · PrĂĽfmuster

Der belastbare Weg, und der einzige, der Schnittfuge und Maßstab trennt. Das Muster trägt Schlitze und Stege in vier Nennweiten: Schlitze werden um die Fuge breiter als gezeichnet, Stege um dieselbe Fuge schmaler. Aus beidem zusammen lassen sich die zwei Unbekannten getrennt bestimmen — aus Schlitzen allein nicht.

  1. 1 Auftrag anlegen. Legt Material, Dicke und Linse fest und erzeugt den Link für den Messenden. Der Befehl steht unten — angelegt wird über SSH und nicht über das Netz, weil diese Seite kein Login hat und eine offene Schreibschnittstelle sich jeder Fremde mit dem Browser aufmachen könnte.
  2. 2 Muster erzeugen und schneiden lassen. scripts/kerf_muster.py schreibt die DXF. Kerf-Offset am Laser auf 0, sonst verfälscht er genau das, was gemessen werden soll.
  3. 3 Link weitergeben, Werte eintragen lassen. Das Formular rechnet beim Eintragen mit und beanstandet eine Zahl, die nicht zu den übrigen passt — am Werkstück, wo Nachmessen noch möglich ist.
  4. 4 Messblatt holen und rechnen. auftrag.js hole <token> liefert die CSV, scripts/kerf.py macht daraus das Materialprofil. Erst dieses Skript entscheidet, ob ein Profil entsteht — das Urteil der Seite ist eine Handreichung, keine Abnahme.

Neue Kombination anlegen

Angaben eintragen, Befehl kopieren, am Server einfügen. Der Name ist der Griff, unter dem das Profil später angesprochen wird (--material) — erlaubt sind Buchstaben, Ziffern, - und _.

Angaben eintragen …

Weg 2 · Reales Teil nachmessen

Der schnelle Weg: ein Inlay schneiden, nachmessen, die Abweichung eintragen. Das bringt sofort in die Produktion und verbessert das Werkzeug StĂĽck fĂĽr StĂĽck. Es ersetzt den PrĂĽfmuster-Weg aber nicht, und zwar aus einem rechenbaren Grund.

Eine Messung kann Skalierung und Offset nicht unterscheiden. Ein Skalierungsfehler wächst mit der Länge, ein Offset nicht: 0,2 % machen an einem 20-mm-Loch 0,04 mm und an einem 200-mm-Umriss 0,40 mm — ein Offset von 0,20 mm macht an beiden 0,20 mm. Wer nur einen Regler hat, korrigiert mit ihm beides und macht die jeweils andere Größe zwangsläufig falsch. Die Trennung braucht ein zweites MaĂź deutlich anderer Länge.

Der Korrekturwert gehört dem Bauteil, nicht dem Material. Eine Tasche ist zu eng, der Offset wird um +0,19 mm nachgezogen — war die Ursache in Wahrheit der fehlende Kerf, steckt der Materialfehler ab jetzt im Bauteil. Wird das Material später richtig eingemessen, liegt dasselbe Teil um den vollen Kerf daneben: 0,38 mm. Beide Zahlen sehen fĂĽr sich plausibel aus; auffällig wird die Doppelung nur, weil der Dateikopf sie getrennt nennt.

Abweichung umrechnen

Die Bezugslänge ist die Strecke, über die gemessen wurde — bei einem Außenmaß das Maß selbst, bei einer Tasche deren Weite.

Abweichung —
als Skalierung —
als Offset je Seite —

Beides sind Vorschläge für dieselbe Messung. Was davon stimmt, entscheidet ein zweites Maß deutlich anderer Länge.

Eingetragen wird der gewählte Wert an der Bauteilrevision (skalierung_x/y, offset_mm) und mit praxis_bestaetigt gekennzeichnet, sobald ein Teil damit gepasst hat. Gerechnet wird genauso in kern/korrektur.py — diese Seite rechnet nur vor.

Wo die Werte landen

Schnittfuge und Spiel gehören dem Material und stehen in material/<name>.json. Jedes neue Teil aus diesem Material erbt sie.

Skalierung, Offset und Rotation gehören dem Bauteil und stehen an der Revision. Sie gelten nur für dieses eine Teil.

Die Linse fĂĽhrt diese Seite als eigene Größe; der Messkern kennt sie bisher nur im Freitext zum Laser. Ob ein Materialprofil kĂĽnftig ĂĽber Schaum Ă— Dicke Ă— Linse bestimmt wird, ist eine Kernentscheidung und steht noch aus — bis dahin ist die Linse hier dokumentiert und dort mitgeschrieben, aber nicht Teil der Kennung.

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